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Neue Demokratiebroschüre klärt Schüler über ihre Rechte auf

Verein „JugenDornbirn" unterstützt Forderung der Schüler nach mehr Mitbestimmung - erste Umsetzung der Empfehlungen der Jugendstudie

Der stadtnahe Verein „JugenDornbirn" will Schülern mit einer neuen Demokratiebroschüre bewusst machen, dass sie viel mehr Rechte in der Schule haben, als sie gemeinhin vermuten. Unter der mit einem Fragezeichen versehenen Überschrift „Demokratie in der Schule?" findet sich auf 28 Seiten alles Wissenswerte zum Thema „Mitbestimmung". Ziel ist es nach Aussage der Autoren, Jugendliche auf dem Weg zu einem interessanteren und schülerfreundlichen Unterricht zu unterstützen. Die in Vorarlberg einzigartige Broschüre wird in diesen Tagen in einer Auflage von 1.000 Stück an Schulklassen und Klassenvorstände in Dornbirn übergeben.
Die druckfrische Broschüre will mit Spielvorschlägen die direkte Demokratie in der Schule umsetzen, damit aber auch das Wohlbefinden in der Schule und die Gestaltung des Lernstoffes thematisieren und schließlich Wahl, Funktion und Rollenprobleme der Klassensprecher darlegen. Konkret beinhaltet sie beispielsweise Informationen zu Methoden wie Dialog und Palaver.

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„Es gibt ab und zu kluge Gesetzesbestimmungen, die totes Recht bleiben. Fragt nicht warum!"
„Im Zuge der seit 16 Jahren durchgeführten Treffen der Klassensprecher im Rathaus Dornbirn stellten wir fest, dass in den Schulen zwar, wenn auch zum Teil lustlos, die Wahlen der Klassensprecher durchgeführt wurden. Mit der Schulung über ihre Rechte haperte es dann schon etwas, wobei die dem vorausgehende Kernbestimmung des § 57a Schulunterrichtsgesetz, wonach jeder Schüler einer Klasse das Recht hat, sich aktiv an der Gestaltung des Unterrichts und der Wahl der Lehrmittel zu beteiligen, seit vielen Jahren gänzlich übersehen wurde. Dies wäre aber der Schlüsselparagraph für die Anwendung der direkten Demokratie in der Schule. Der Zweck der Broschüre ist also: Schüler sollen wissen und spielerisch entdecken, welche Rechte und Interessen sie haben und wie sie sich für diese einsetzen können", sagt der Initiator und Mit-Autor Günther Hagen vom Verein JugenDornbirn.

Demokratiebroschüre als erste Antwort auf Ergebnisse der Jugendstudie zur Mitbestimmung

Die Demokratiebroschüre antwortet damit auf eine Handlungsempfehlung der im März vorgestellten Jugendstudie zur Mitbestimmung. Demnach fühlen sich Schüler nur oberflächlich in Entscheidungen einbezogen und von Verantwortlichen mittelmäßig bis schlecht unterstützt. Jugendlichen in dem Bereich mehr Selbstbewusstsein zu vermitteln, wird auch von Direktoren wie Elmar Rümmele von der Polytechnischen Schule Dornbirn ausdrücklich begrüßt: „Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel für gelungene Information über Partizipation. Nur dann, wenn Jugendliche demokratisches Verhalten zu Hause, in der Gesellschaft, aber auch in der Schule lernen, werden sie sich später demokratisch verhalten und einmischen sowie am Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess teilhaben."

Der Verein „JugenDornbirn" bietet fachliche Beratung und Begleitung von Beteiligungsprojekten, welche das Miteinander von Jugendlichen und Erwachsenen in der Jugendarbeit, in Vereinen, in der Schule, der Wirtschaft, der städtischen Verwaltung sowie in der Politik bei der Gestaltung des gemeinsamen Lebensumfeldes fördert.

Was sagen die Jugendlichen dazu:

Ayca Ayyildiz, Schülerin Polytechnische Schule Dornbirn - „Die Broschüre ist wirklich großartig. Es stehen ganz viele Dinge drin, die ich gar nicht gewusst habe und die nützlich für den Schulalltag sind. Bei uns an der Schule wird Demokratie groß geschrieben."

Zeynep Kazar, Schülerin Polytechnische Schule Dornbirn - „Ich finde den Feedback-Bogen in der Broschüre super. Damit können sich Lehrer und Lehrerinnen, die das wollen, beurteilen lassen. Unsere Lehrer und Lehrerinnen haben das bei uns schließlich auch gemacht."

Kristina Delezan, Schülerin Polytechnische Schule Dornbirn - „Ich habe bei der Broschüre als Schulsprecherin mitgearbeitet. Wir waren eingeladen und konnten unsere Vorschläge und Ideen einbringen, die nun verwirklicht wurden. So bekam die Broschüre noch einen jugendfreundlicheren Effekt."

Patricia Wasserböck, Schülerin Polytechnische Schule Dornbirn - „Im Unterricht haben wir uns intensiv mit Demokratie beschäftigt. Wir haben zu diesem Thema auch ein Projekt gemacht und durften deswegen sogar nach Wien fahren. Die Broschüre ist so etwas wie eine kurze Zusammenfassung, was man als Schüler alles wissen sollte."

Dieser Tage werden rund 1.000 Demokratiebroschüren an Schulklassen und Klassenvorstände in Dornbirn übergeben.

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