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Dornbirner Jugendliche für Ausbau der Mobilitäts- und Info-Angebote

Workshop bei der Schülerfachtagung bestätigt Ergebnisse der Jugendstudie 2019, wichtigste Polit-Themen junger Menschen sind Gleichberechtigung, Mobilität sowie Jugendeinrichtungen

Ideen zur Gestaltung ihrer Zukunft entwickelten 94 Jugendliche bzw. Schülervertreterinnen und -vertreter einen Tag lang im Rathaus Dornbirn. Grundlage dafür bildeten die Ergebnisse der Jugendstudie, welche von "jugendornbirn" gemeinsam mit der Fachhochschule Vorarlberg durchgeführt wurde. Die für die Jugendlichen derzeit relevantesten Anliegen berühren demnach die Themenbereiche „Gleichberechtigung und Chancengleichheit, Mobilität und Reisen, sowie Jugendeinrichtungen und Jugendorganisationen“. Auf dieser Basis soll nun die Dornbirner Stadtpolitik im Jugendbereich ausgerichtet werden.

Die Dornbirner Jugendlichen legen der Stadtpolitik insbesondere den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs ans Herz. So ist ihnen der Ausbau des Bussystems in Dornbirn mit mehr Linien und mehr Möglichkeiten in der Nacht, mit Verbindungen in die Skigebiete sowie Gratis-Schulbussen unter der Woche sehr wichtig. Ein weiteres Anliegen der Jugendlichen betrifft das Veranstaltungs- und Informationsangebot. Auf- oder ausgebaut werden sollte demnach unter anderem das Nachhilfeprojekt „Jugendliche helfen Jugendlichen“, die Vernetzung zwischen Jugendhäusern und anderen Einrichtungen, die Möglichkeit zur Mitgestaltung von Freiräumen oder Plätzen sowie das Angebot an Jugend Cafés und öffentlichen Toiletten. Über all das könnte eine App informieren.

Basis für künftige Handlungsfelder der Stadtpolitik

„Die Ergebnisse dieses Workshops und der Jugendstudie bilden jetzt die Grundlage für die Entwicklung eines konkreten Umsetzungsplanes der Stadt und ihrer Jugendpolitik", sagt Jugendstadtrat Dr. Alexander Juen. Ausgebaut werden sollen auch die Angebote der Jugendorganisationen im Bereich der Vermittlung von Politikwissen. Denn dies wirkt sich laut Studie auf mehreren Politikfeldern positiv aus. So besteht ein Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit mit dem Angebot von „jugendornbirn“ auf Instagram oder Facebook und einer demokratie- und politikfreundlichen Einstellung, dem Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen, einer toleranten Einstellung sowie dem Wohlgefühl und der Zufriedenheit mit der Lebensqualität.

Verstärkte Vermittlung politikbezogenen Wissens

„Der Workshop und die Studie bekräftigen uns in unserem Anlegen, die Vermittlung von politikbezogenem Wissen schulisch und außerschulisch zu verstärken. Die Ergebnisse geben uns vor, dass wir die Top-Themen in der Jugendarbeit bis 2025 prioritär aufzugreifen haben: Mobilität, Gleichberechtigung und Chancengerechtigkeit, Wohnung und Unterkunft, Arbeit und Beruf sowie Gewalt“, sagt Obmann Christian Weiskopf. Beeindruckt vom Interesse und dem Engagement der Jugendlichen zeigte sich auch die Leiterin des Workshops im Rathaus, Elisabeth Bischof: „Es war schön zu sehen, dass die Jugendlichen es als Wertschätzung erlebten, sich erneut mit der Jugendstudie auseinanderzusetzen. Sie nutzen die Chance mit reger und enthusiastischer Beteiligung.“

Zitate von Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops zur Jugendstudie:

Metin Keser, 15, HTL-Dornbirn: „Ich bin in der Offenen Jugendarbeit in Frastanz tätig und wollte wissen, welche Ergebnisse die Dornbirner Jugendstudie brachte. Der Workshop hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, da man seine eigene Meinung einbringen konnte und diese auch später berücksichtigt wird.

Ismail Zurnaei, 16, HTL-Dornbirn: „Ich wollte unbedingt mehr über die Ergebnisse der Jugendstudie erfahren. Besonders gut hat mir gefallen, dass uns die Stadt Dornbirn zu solch wichtigen Themen miteinbezieht und unsere Meinung dazu wissen will.“

Janine Nussbaumer, 15, PTS Dornbirn Für mich war der Workshop eine tolle Chance, meine eigenen Ideen einzubringen und so anderen Leuten helfen zu können. Besonders hat mich beeindruckt, was die Körpersprache über einen Menschen aussagen kann und wie wichtig diese daher ist.

Romea Bas, 14, MS-Baumgarten Ich wollte immer schon bei der Stadt Dornbirn mitreden und etwas verändern. Deshalb war der Workshop für mich eine tolle Möglichkeit. Persönlich nehme ich einiges mit, beispielsweise über die richtige Körpersprache oder wie man am besten mit anderen Menschen kommuniziert.

 

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